Finissage "long time no see" und Podiumsgespräche "um zwei Ecken" zur Situation von Künstler*innen und Kultur im Allgäu
Zugehörige Ausstellung
Für die Ausstellung "long time no see" erhielten sechs Kulturakteur*innen aus der Region eine Einladung jeweils eine/n Künstler*in zu nennen, deren Arbeiten sie gerne erstmals oder wieder einmal in einer Ausstellung im Kunsthaus sehen möchten. Alle Künstler*innen haben einen Bezug zum Allgäu, weil sie hier wohnen, hier aufgewachsen sind oder obwohl sie schon lange andernorts leben und arbeiten.
Zum Abschluss der Ausstellung möchten wir mit den beteiligten Künstler*innen, den vorschlagenden Kulturakteur*innen und externen Gästen über die Situation für Künstler*innen und Kulturschaffende in Kaufbeuren und der Region diskutieren. Welchen Raum hat Kunst im Allgäu? Wer prägt das kulturelle Leben in der Region? Wer bleibt unsichtbar? Welche Lebens- und Arbeitsbedingungen finden Künstler*innen vor Ort? Welche Rolle kann einem Haus wie dem Kunsthaus zukünftig zukommen?
Im Anschluss Ausklang der Ausstellung mit kühlen Getränken und Snacks!
PROGRAMM
14.30 Uhr
"Um zwei Ecken im Allgäu"
– Arbeitsbedingungen, Produktionsräume, Netzwerke und Sichtbarkeit in der Region
Gesprächsrunde mit Thomas Garmatsch (Kulturwerkstatt Kaufbeuren), Tatjana Nocker (querKUNST Kaufbeuren), Nadja Ostertag (Kulturwerkstatt Kaufbeuren), Nicola Reiter (Gestalterin Künstlerin, Betzigau), Johannes Vogl (Künstler, Berlin), Ulrich Vogl (Künstler, Berlin), Sonja Wahler (Künstlerin, Nördlingen), moderiert von Lisa Britzger (künstlerische Leiterin, Kunsthaus Kaufbeuren)
16 Uhr
Häuser für Kunst – Möglichkeiten und Herausforderungen
Welche Aufgaben können Institutionen für zeitgenössische Kunst neben der Präsentation von Ausstellungen noch erfüllen? Welche Modelle für die Förderung von überregionalem und lokalem künstlerischem Austausch sowie gesellschaftlicher Beteiligung werden bereits erprobt? In einem kurzen Input stellt Katja Schroeder (Co-Leiterin der Arthur-Boskamp Stiftung in Hohenlockstedt, Schleswig-Holstein) den Ansatz der Arthur Boskamp-Stiftung vor, die durch drei Programme (Kurator*innenstipendien, Förderpreise für Künstler*innen, Aktivitäten von Menschen vor Ort für den Ort) bildende Kunst und Kultur fördert. Jürgen Dehm (künstlerischer Leiter Kebbel Villa | Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf) stellt das Konzept des Hauses mit Ausstellungsprogramm, Sammlungen, Werkstätten und angeschlossenem internationalen Artist-in-Residence-Programm vor. Im Gespräch diskutieren wir Herausforderungen und Perspektiven für Institutionen außerhalb der urbanen Zentren.
Katja Schroeder hat 2024 die Co-Leitung der Arthur-Boskamp Stiftung in Hohenlockstedt übernommen. Die Stiftung widmet sich der Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum Schleswig-Holstseins. Davor hat sie seit 2014 das Kunsthaus Hamburg geleitet und hier das künstlerische Programm sowie die Geschäftsführung verantwortet. Der Schwerpunkt ihrer kuratorischen Arbeit lag auf künstlerischen Positionen, die dominierende Perspektiven eines westlich geprägten Kunstverständnisses hinterfragen und gesellschaftliche, ökologische und mediale Machtverhältnisse in einem globalen Zusammenhang stellen. Katja Schroeder hat davor u. a. an den Deichtorhallen Hamburg, am Frankfurter Kunstverein und als Direktorin des Westfälischen Kunstvereins in Münster gearbeitet. Sie hat zahlreiche Ausstellungen internationaler Künstler:innen kuratiert, sowie zu Kunst, Ökologie und Kolonialismus an der Universität Hamburg gelehrt und ist darüber hinaus Mitglied des NDR-Rundfunkrats. Sie hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht und war Mitglied vielfältiger Jurys für Kulturförderungen, Stipendien und Kunstpreisen.
Jürgen Dehm ist Kurator, Ausstellungsmanager, Autor und Dozent. Er realisierte zahlreiche Ausstellungs- und Vermittlungsprojekte in Deutschland, Österreich, Mexiko und England. Seit März 2022 leitet er die Kebbel Villa | Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf sowie das angeschlossene internationale Artist-in-Residence-Programm. Als Dozent war er unter anderem an der Freien Universität Berlin, der Universität Passau und der University of the Arts London tätig. 2013 erhielt er das Kuratorenstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen am Schloss Ringenberg, in dessen Rahmen er mit der Kunsthalle Münster zusammenarbeitete. Von 2015 bis 2017 war er Kurator am Museum der Moderne Salzburg, anschließend an der Halle für Kunst & Medien Graz. Seine Texte und Interviews erschienen in Ausstellungskatalogen, Fachpublikationen sowie in internationalen Kunstmagazinen wie EIKON, The Art Newspaper und artfridge.
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| Sprache | deutsch |
| Eintritt | Eintritt frei |
| Anmeldung |
ohne Anmeldung |
Die Ausstellung "long time no see" und das Veranstaltungsprogramm wird gefördert durch den